Deposy veröffentlicht Roadmap

Das Deposy Projekt wird von Arbeitsgruppen und interdisziplinärer Zusammenarbeiten flankiert. Die jetzt veröffentliche Roadmap zeigt die wichtigsten Meilensteine im Bereich der Entwicklung des Deposy-Systems für das nächste Jahr.

Deposy ist ein innovatives Pfandsystem für Plastikmüll auf Basis der Distributed Ledger Technologie, das von dem deutschen BIOTA e.V. ins Leben gerufen wurde. Neben den wichtigen Bausteinen für die „Produkt Identität“ stehen die Soft- und Hardware Einbindung im Fokus dieser Roadmap. Daneben sind Arbeiten für den Aufbau von Permanodes und dem Deposy Server vorgesehen. An einem ersten Prototypen des Pfandautomaten soll ab Mitte nächsten Jahres das System evaluiert und optimiert werden. Im Nachgang werden dann erste Testbeds in Betrieb gehen. Diese Roadmap versteht sich unter dem Vorbehalt einer gesicherten Finanzierung, die der BIOTA e.V. über Förderungprogramme, Spenden, Mitgliedsbeiträge und Fördermitgliedschaften sichern möchte.

Wir freuen uns, dass wir jetzt schon erste Anfragen für Testbeds erhalten haben. An diesen können wir das Pfandsystem sinnvoll testen. Dabei stammt eine Anfrage aus dem Eventbereich und eine zweite Anfrage aus dem Bereich von Plastikbechern in einer großen Bildungseinrichtung. Über weitere Anfragen nach Testbeds würden wir uns freuen. Diese Testphase wird durch Experten aus dem Bereich der Abfallwirtschaft begleitet.

Eine projektbegleitende Arbeitsgruppe wird im nächsten Jahr ins Leben gerufen. Diese Gruppe soll aus Vertretern von Recycling-Unternehmen, Kunststoff-Herstellern und Vertretern der Politik bestehen. Es haben haben auch schon einige interessierte Unternehmen aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Blockchain und DLT bezüglich einer Teilnahme angefragt.  Ziel ist es, dass diese Gruppe den Fortgang des Projektes begleitet und Erfahrungen und Wissen mit einbringt. So können die Systeme direkt von Anfang an praxistauglich und mit der besten Technik entwickelt werden. Von einer solchen interdisziplinären Zusammenarbeit kann das Deposy System nur profitieren. Zusagen von einigen wichtigen Stakeholdern haben wir schon erhalten. Weitere werden angesprochen oder können sich auch gerne bei uns melden. Diese Gruppe soll darüber hinaus die technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und institutionellen Fragen evaluieren, die angegangen werden müssen, um ein zirkuläres Modell für Kunststoffe zu entwickeln. Anfang nächstes Jahr werden wir die Besetzung dieser Arbeitsgruppe bekannt geben.

Das Deposy Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen eines Förderantrages arbeiten wir mit dem WZL der RWTH Aachen University zusammen. Das WZL ist ein großartiger Partner, denn es steht seit Jahrzehnten weltweit als Synonym für erfolgreiche und zukunftsweisende Forschung und Innovation. In sechs Forschungsbereichen werden sowohl grundlagenbezogene als auch an den Erfordernissen der Industrie ausgerichtete Forschungsvorhaben durchgeführt. Weiterhin ist das WZL zusammen mit dem WZL-Spin-off senseering GmbH der Gründer und Betreiber des Industrial IOTA Lab Aachens (IILA). WZL und IILA verfügen daher über die notwendigen wissenschaftlichen als auch praxistauglichen Anforderungen für dieses Projekt.

Wir wollen mit den Punkten auf dieser Roadmap zügig vorankommen und einen Erfahrungsaustausch mit vielen Lernprozessen gewährleisten. Denn das Deposy Pfandsystem hat Modellcharakter und kann zukünftig als Vorbild für viele andere Systeme dienen. Natürlich am ehesten für solche Systeme, bei denen es auf eine sortenreine Sortierung ankommt. Beispiele wären dabei die Sammlung von Pappbechern für das Papierrecycling aber auch Batteriesammlungen oder ähnliches. Dieses System ist darüber hinaus nicht nur für Einwegmüll geeignet sondern auch für Mehrweg-Sammlungen.

Die mit diesem System geschaffene Produktidentität kann einen Modellcharakter für viele weitere Produkte haben, bei denen wichtige Eigenschaften sicher abgelegt werden sollen. Mit der Umsetzung unseres einzigartigen QR-Codes im Zusammenhang mit der Distributed Ledger Technologie (ohne Transaktionsgebühren) werden aus Produkten Smarte Produkte und aus Müll Smarter Müll.

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